Sahra Damus

Mitglied des Landtages Brandenburg

Frist ist Frust - Kundgebung am 15.01.20
Foto: Kay Herschelman

Reden im Landtag

Meine Rede zum Antrag von vier Fraktionen "Jüdisches Leben in Brandenburg fördern und schützen"

Rede | 23.01.20 - Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrte Frau Parlamentspräsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

Am Montag hat sich der Tag der Wannseekonferenz gejährt. Auf dieser Konferenz und den Folgekonferenzen beschlossen Vertreter des nationalsozialistischen Regimes detailgenau, wie sie die Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden organisieren wollte. Am Wannsee wurde der industrielle Völkermord präzise geplant. Um dann von einer staatlichen Bürokratie ausgeführt zu werden. 

Eine Überlebende dieses Völkermords, Eva Fahidi, sagte 2015 über ihre Ankunft in Auschwitz-Birkenau: 

„Alles, was mit uns geschah, von dem ersten Atemzug in der von brennenden Leichen stinkenden Luft, bis zum Schlaf auf dem kahlen Boden der halbfertigen Baracken,war mit Herabsetzung verbunden.“

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Meine Rede zum Antrag der AfD-Fraktion "Bekenntnis zur Familie als Eckpfeiler der Gesellschaft"

Rede | 22.01.20 - Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleg*innen, liebe Gäste

wenn ich den Antrag der AfD-Fraktion so lese, habe ich den Eindruck, sie wünschen sich in die Vergangenheit zurück. In ihrer Wunschvorstellung besteht eine Familie aus Vater und Mutter, natürlich verheiratet und mehreren Kindern. Der Mann ernährt die Familie, die Mutter ist Hausfrau. Sich scheiden lassen, Kinder allein erziehen: Das sind für sie bedauerliche Fälle, die eben vorkommen, aber nicht das Wahre sind. Wünschen Sie sich auch in eine Zeit zurück, in der Homosexualität noch verboten war? 

Meine Herren und wenige Damen der AfD: Diese Zeiten sind vorbei, und sie werden auch durch Ihre Anträge nicht wiederkommen. Das wissen Sie im Grunde ja auch. Trotzdem stellen Sie diesen Antrag, der keinerlei Vorschläge für konkrete Maßnahmen enthält, sondern der vor allem folgendes ist: Stimmungsmache und ein Nicht-Wahrhaben-Wollen, dass die Gesellschaft sich längst weiterentwickelt hat.

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Meine Rede zum Antrag der Fraktion DIE LINKE "Codex für Gute Arbeit in der Wissenschaft"

Rede | 22.01.20 - Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleg*innen, werte Gäste

Am letzten Mittwoch hat das Bündnis Frist ist Frust hier vor dem Landtag protestiert. Ich finde es richtig, dass die Beschäftigten an den Hochschulen uns laut und deutlich sagen, wie ihre Arbeitsbedingungen sind.

9 von 10 Beschäftigten an Hochschulen sind befristet. In der freien Wirtschaft ist es genau umgekehrt.

Stellen Sie sich das mal vor, auf 9 befristete Kolleg*innen kommt nur eine unbefristete Person. Und damit meine ich jetzt nicht die Professor*innen, sondern die vielen wissenschaftlichen Mitarbeitenden, die einen Großteil der Lehre an Hochschulen übernehmen. Auch ich habe 10 Jahre an einer Hochschule gearbeitet, 9 Jahre davon befristet.

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Meine Rede zur 1. Lesung des Gesetzentwurfes der AfD-Fraktion „Gesetz zur Abschaffung des Parité-Gesetzes

Rede 11.12.19 | Es gilt das gesprochene Wort! 

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Abgeordnete, liebe Gäste,

Die AfD versucht nun also erneut das Paritégesetz abzuschaffen. Mit Gesetzentwurf, den sie aus der letzten Wahlperiode recylet hat.

Da sage ich nur: Gerade mal ein Fünftel der Mitglieder Ihrer Fraktion sind Frauen. Das ist doch das beste Beispiel dafür, wie sehr dieser Landtag - und leider nicht nur der - ein Parité-Gesetz braucht. 

Wir Bündnisgrünen sind stolz darauf, dass wir in der letzten Legis-laturperiode einen ersten Entwurf für das Paritégesetz eingebracht haben. Wir haben es damals sogar aus der Opposition heraus geschafft, einen gemeinsamen Kompromiss anzustoßen, der am Ende breit über Parteigrenzen hinweg vom Landtag getragen wurde.

Die Verabschiedung des Paritégesetzes - 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts - war ein Meilenstein für die Geschlechtergerechtigkeit und hat zu Recht bundesweit Beachtung gefunden. Ich danke allen Frauen und Männern, die für diesen Erfolg gekämpft haben! 

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