{"id":1856,"date":"2024-06-20T17:23:53","date_gmt":"2024-06-20T17:23:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/?p=1856"},"modified":"2024-06-24T17:25:52","modified_gmt":"2024-06-24T17:25:52","slug":"meine-rede-im-landtag-brandenburgisches-niederdeutsch-gesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/meine-rede-im-landtag-brandenburgisches-niederdeutsch-gesetz\/","title":{"rendered":"Meine Rede im Landtag: Brandenburgisches Niederdeutsch-Gesetz"},"content":{"rendered":"<p>Als erstes Bundesland verabschieden wir heute ein Niederdeutschgesetz. Wir kommen damit dem Auftrag in unserer Landesverfassung nach, das Niederdeutsche besonders zu f\u00f6rdern. Zugleich setzen wir Verpflichtungen aus der von Deutschland ratifizierten europ\u00e4ischen Charta f\u00fcr Regional- und Minderheitensprachen um. Bereits seit 2018 gibt es die Vereinbarung des Landes mit der Sprachgemeinschaft, sie mit 50.000 Euro j\u00e4hrlich zu unterst\u00fctzen. Diese Zusage sichern wir nun gesetzlich ab. Und wir greifen den Hinweis aus der Anh\u00f6rung auf, dass \u201ebis zu\u201c 50.000 Euro tats\u00e4chlich keine gl\u00fcckliche Formulierung war, denn \u201ebis zu\u201c k\u00f6nnte schlimmstenfalls ja auch null hei\u00dfen. Nun ist klar, dass es \u201ein der Regel\u201c 50.000 Euro sein sollen. Damit ist auch Spielraum, ggf. etwas mehr bereitzustellen, wenn der Haushalt es erm\u00f6glicht.<!--more--><!--noteaser--> &#8211; Es gilt das gesprochene Wort!<\/p>\n<p>Sehr geehrte Frau Pr\u00e4sidentin, liebe Abgeordnete, liebe G\u00e4ste,<\/p>\n<p>als erstes Bundesland verabschieden wir heute ein Niederdeutschgesetz. Wir kommen damit dem Auftrag in unserer Landesverfassung nach, das Niederdeutsche besonders zu f\u00f6rdern. Zugleich setzen wir Verpflichtungen aus der von Deutschland ratifizierten europ\u00e4ischen Charta f\u00fcr Regional- und Minderheitensprachen um.<\/p>\n<p>Bereits seit 2018 gibt es die Vereinbarung des Landes mit der Sprachgemeinschaft, sie mit 50.000 Euro j\u00e4hrlich zu unterst\u00fctzen. Diese Zusage sichern wir nun gesetzlich ab. Und wir greifen den Hinweis aus der Anh\u00f6rung auf, dass \u201ebis zu\u201c 50.000 Euro tats\u00e4chlich keine gl\u00fcckliche Formulierung war, denn \u201ebis zu\u201c k\u00f6nnte schlimmstenfalls ja auch null hei\u00dfen. Nun ist klar, dass es \u201ein der Regel\u201c 50.000 Euro sein sollen. Damit ist auch Spielraum, ggf. etwas mehr bereitzustellen, wenn der Haushalt es erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Ausgiebig diskutiert wurde in der Anh\u00f6rung auch die Frage, unter welchen Voraussetzungen es Niederdeutsch-Angebote in Kitas und Schulen geben soll. Denn nat\u00fcrlich wissen wir einerseits, dass das Niederdeutsche regional begrenzt vorhanden ist, andererseits haben wir aber auch eine besondere Verantwortung f\u00fcr den Erhalt der Regionalsprache. Wir gehen nun den Weg, uns st\u00e4rker an der Sprachencharta zu orientieren und versch\u00e4rfen die bisherige kann-Regelung im Schulbereich zu einer soll-Regelung, wenn der entsprechende Bedarf besteht. Und wir f\u00f6rdern nun auch die Materialbeschaffung, nicht nur die Erstellung, denn tats\u00e4chlich muss das Rad ja nicht neu erfunden werden, wo andere L\u00e4nder bereits vorgelegt haben.<\/p>\n<p>In der Anh\u00f6rung gab es das ganze Spektrum an R\u00fcckmeldungen: W\u00e4hrend das Gesetz den Vertreter*innen der Sprachgemeinschaft nicht weit genug ging und sie sich mehr Verbindlichkeit w\u00fcnschten, wollten die Kommunen und Landkreise weniger Verbindlichkeit mit Verweis auf die kommunale Selbstverwaltung. Ich finde, da ist das Gesetz genau der Mittelweg und damit ein guter Kompromiss. Der ist sicherlich nicht perfekt, aber darum geht es im ersten Schritt auch nicht. Wir haben nun den Einstieg in eine systematische F\u00f6rderung des Niederdeutschen gemacht und diese Basis kann und wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten sicher weiterentwickelt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als erstes Bundesland verabschieden wir heute ein Niederdeutschgesetz. Wir kommen damit dem Auftrag in unserer Landesverfassung nach, das Niederdeutsche besonders zu f\u00f6rdern. 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