{"id":233,"date":"2019-12-16T13:00:11","date_gmt":"2019-12-16T13:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress?p=233"},"modified":"2020-04-14T09:00:04","modified_gmt":"2020-04-14T09:00:04","slug":"sulfaterlass-muss-wirkung-zeigen-werte-in-der-spree-fuer-grossraum-frankfurt-oder-ueberschritten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/sulfaterlass-muss-wirkung-zeigen-werte-in-der-spree-fuer-grossraum-frankfurt-oder-ueberschritten\/","title":{"rendered":"Sulfaterlass muss Wirkung zeigen! Werte in der Spree f\u00fcr Gro\u00dfraum Frankfurt (Oder) \u00fcberschritten"},"content":{"rendered":"<div class=\"ig-postcontent ig-postcontent-0 clearfix\">\n<div class=\"ig-article\">\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"\/images\/11_DLdS_7932_500x333-equal.jpg\" alt=\"11 DLdS 7932 500x333 equal\" width=\"300\" height=\"200\" \/>Seit dem Inkrafttreten des Bewirtschaftungserlasses im April 2019 wurde die Sulfatkonzentration in der Spree von 280 mg\/l am Pegel Neubr\u00fcck an insgesamt 40 Tagen \u00fcberschritten. \u201eDer Immissionsrichtwert f\u00fcr Sulfat konnte somit im Jahr 2019 nicht eingehalten werden\u201c, r\u00e4umte das Brandenburger Wirtschaftsministerium auf eine Anfrage der b\u00fcndnisgr\u00fcnen Landtagsabgeordneten Sahra Damus ein. Nach dem Sulfatbewirtschaftungserlass muss der Wert an 90% des Jahres, eingehalten werden, d.h. er darf im Jahr an nicht mehr als 37 Tagen \u00fcberschritten werden. Dennoch wurden vom zust\u00e4ndigen Landesamt f\u00fcr Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) keine Sofortma\u00dfnahmen in Angriff genommen. Man habe \u201ekeine Handreichung\u201c lautete die Begr\u00fcndung.<\/p>\n<p>Unzufrieden zeigte sich die Frankfurter Landtagsabgeordnete Sahra Damus: \u201eEs geht um eine sichere Trinkwasserversorgung von \u00fcber 65.000 Menschen in der Region. Der Sulfat-Erlass wurde eigens daf\u00fcr erstellt, dass es bei \u00dcberschreitungen der Werte zu Ma\u00dfnahmen kommen soll\u201c, sagte Damus. Die Landtagsabgeordnete will nun das Gespr\u00e4ch mit dem Landesbergamt suchen. \u201eNiemand kann heute vorhersagen, ob Brandenburg im n\u00e4chsten Jahr das dritte Mal in Folge drastische Trockenperioden erlebt. Der Sulfaterlass muss ein scharfes Schwert werden. Sollten Werte \u00fcberschritten werden, m\u00fcssen Ma\u00dfnahmen folgen\u201c, meint Damus.<\/p>\n<p>Als einen \u201eLichtblick\u201c bezeichnete Damus die Ank\u00fcndigung, dass es nun endlich eine \u201eGef\u00e4hrdungsabsch\u00e4tzung\u201c f\u00fcr das Wasserwerk Briesen geben soll. Eine entsprechende Untersuchung wurde durch die Landesregierung ausgeschrieben. Deren Ergebnisse sollen im 3. Quartal 2020 vorliegen. Die \u201eGef\u00e4hrdungsabsch\u00e4tzung\u201c soll als Grundlage daf\u00fcr dienen, dass die Frankfurter Wasserbetriebe (FWA) die Reaktivierung des Wasserwerkes M\u00fcllrose vornehmen k\u00f6nnen und dies durch LMBV, LEAG und das Land finanziert werden kann. Damit will sich die Stadt unabh\u00e4ngig vom Spreewasser und der Sulfatproblematik machen. Das Millionenprojekt d\u00fcrfe nicht den Wasserkunden aufgeb\u00fcrdet werden, sondern der Bergbau als Verursacher muss zur Kasse gebeten werden, sagt Damus.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich muss man aber auch an die Ursachen angehen, darin ist sich Damus mit ihrer Parlamentskollegin Isabell Hiekel einig: \u201eEs braucht ein besseres l\u00e4nder\u00fcbergreifendes Wassermanagement Lausitz mit dem Freistaat Sachsen, um die mit dem Braunkohleausstieg einhergehenden wasserwirtschaftlichen Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen. Das ist auch im Koalitionsvertrag festgehalten\u201c, sagt die umweltpolitische Sprecherin der b\u00fcndnisgr\u00fcnen Landtagfraktion Hiekel.<\/p>\n<h2>Hintergrund<\/h2>\n<p>Durch abgepumptes Grundwasser aus der Lausitzer Tagebauregion wird Sulfat in die Spree eingetragen. In h\u00f6heren Konzentration gilt das Salz als gesundheitsgef\u00e4hrlich, daher das der Gesetzgeber einen Grenzwert bei Trinkwasser in H\u00f6he von 250 mg\/l festgesetzt. Hauptverursacher f\u00fcr die erh\u00f6hten Sulfatkonzentrationen in der Spree sind die Bergbauunternehmen (LMBV und LEAG). Bei \u00dcberschreitung des Richtwertes muss die zust\u00e4ndige Bergbeh\u00f6rde (das Landesamt f\u00fcr Bergbau, Geologie und Rohstoffe) pr\u00fcfen, ob und welche Ma\u00dfnahmen zur Vermeidung einer Beeintr\u00e4chtigung der Trinkwasserversorgung geeignet, angemessen und erforderlich sind und diese, sofern es notwendig ist, gegen\u00fcber den Bergbauunternehmen anordnen. Dabei kann es sich beispielsweise um Ma\u00dfnahmen an der Einleitstelle, am Wasserwerksstandort sowie um Bewirtschaftungsma\u00dfnahmen im Flusslauf handeln.<a href=\"https:\/\/mluk.brandenburg.de\/sixcms\/media.php\/9\/Bewirtschaftungserlass-Sulfat.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/mluk.brandenburg.de\/sixcms\/media.php\/9\/Bewirtschaftungserlass-Sulfat.pdf<\/a><\/p>\n<h3>Weiterf\u00fchrende Informationen<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gruene-fraktion-brandenburg.de\/im-parlament\/kleine-anfragen\/7-wp\/2019\/ueberschreitung-des-bewirtschaftungsziels-von-sulfat-in-der-spree\/\">&gt;&gt; Antwort der Landesregierung \u201eSulfatfrachten in der Spree\u201c (pdf-Datei)<\/a><\/p>\n<p><a class=\"download\" title=\"Opens internal link in current window\" href=\"https:\/\/www.gruene-fraktion-brandenburg.de\/fileadmin\/ltf_brandenburg\/Dokumente\/Kleine_Anfragen\/7_Wahlperiode\/7_80_UEberschreitung_des_Bewirtschaftungsziels_von_Sulfat_in_der_Spree.pdf\">&gt;&gt; Kleine Anfrage und Antwort der Landesregierung als pdf-Datei.<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem Inkrafttreten des Bewirtschaftungserlasses im April 2019 wurde die Sulfatkonzentration in der Spree von 280 mg\/l am Pegel Neubr\u00fcck an insgesamt 40 Tagen \u00fcberschritten. \u201eDer Immissionsrichtwert f\u00fcr Sulfat konnte [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-233","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-pressemitteilungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/233","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=233"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/233\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":235,"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/233\/revisions\/235"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=233"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=233"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=233"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}