{"id":484,"date":"2020-12-02T10:22:19","date_gmt":"2020-12-02T10:22:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/?p=484"},"modified":"2020-12-02T10:22:19","modified_gmt":"2020-12-02T10:22:19","slug":"sulfat-bedrohung-der-trinkwasserversorgung-von-frankfurt-oder-durch-braunkohlebergbau-erste-ergebnisse-der-gefaehrdungsabschaetzung-liegen-vor-buendnisgruene-uhr-steht-fuenf-vor-zwoelf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/sulfat-bedrohung-der-trinkwasserversorgung-von-frankfurt-oder-durch-braunkohlebergbau-erste-ergebnisse-der-gefaehrdungsabschaetzung-liegen-vor-buendnisgruene-uhr-steht-fuenf-vor-zwoelf\/","title":{"rendered":"Sulfat-Bedrohung der Trinkwasserversorgung von Frankfurt (Oder) durch Braunkohlebergbau. Erste Ergebnisse der Gef\u00e4hrdungsabsch\u00e4tzung liegen vor. B\u00fcndnisgr\u00fcne: \u201eUhr steht f\u00fcnf vor zw\u00f6lf\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Bei Mehrbedarf oder klimawandelbedingter Trockenheit besteht eine signifikante bzw. sogar hohe Gef\u00e4hrdung der Trinkwasserversorgung im Gro\u00dfraum Frankfurt (Oder). Das hat eine Anfrage der Frankfurter Landtagsabgeordneten Sahra Damus (B90\/ Die Gr\u00fcnen) ergeben.<\/p>\n<p>Momentan gibt die Landesregierung noch Entwarnung: \u201eUnter den aktuell herrschenden Rahmenbedingungen besteht keine Gef\u00e4hrdung der Trinkwasserversorgung aus dem Wasserwerk Briesen\u201c hei\u00dft es vom Brandenburger Wirtschaftsministerium. Wegen der Sulfatbelastung des f\u00fcr den Raum Frankfurt (Oder), Briesen, M\u00fcllrose und Biegen aus der Spree gewonnenen Trinkwassers wurde vom Land eine Gef\u00e4hrdungsabsch\u00e4tzung in Auftrag gegeben. Obwohl das Gutachten noch nicht \u00f6ffentlich vorliegt, hat die Landesregierung nun erste Ergebnisse mitgeteilt. Das Thema steht nun am 9.12. auf der Tagesordnung des f\u00fcr Bergbau zust\u00e4ndigen Wirtschaftsausschusses des Landtags. Noch vor Jahresende soll die Gef\u00e4hrdungsabsch\u00e4tzung zudem online gestellt werden.<\/p>\n<p>Die b\u00fcndnisgr\u00fcne Landtagsabgeordnete Sahra Damus sieht akuten Handlungsbedarf: \u201eEs muss nun darum gehen, was die n\u00e4chsten Schritte sind, um eine Beteiligung der LMBV an der Finanzierung der Ert\u00fcchtigung des Wasserwerks M\u00fcllrose zu erreichen. Die ersten Ergebnisse der Gef\u00e4hrdungsabsch\u00e4tzung zeigen eindeutig, die Uhr steht auf f\u00fcnf vor zw\u00f6lf. Es muss dringend gehandelt werden. Wir haben ein kleines Zeitfenster um endlich Ma\u00dfnahmen einzuleiten, wie die Ert\u00fcchtigung des Wasserwerkes M\u00fcllrose. Der Klimawandel und die Trockenheit schreiten immer weiter voran, wie die letzten Jahre uns allen eindr\u00fccklich vor Augen gef\u00fchrt haben\u201c, sagt Damus. So wurde der Immissionsrichtwert von 270 mg\/l am Pegel Neubr\u00fcck in 2020 bereits an mehr Tagen als maximal vorgesehen \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>\u201eEs ist den Frankfurter Wasserkund*innen nicht zuzumuten, die Kosten f\u00fcr die jahrzehntelange Kohlef\u00f6rderung mit all ihren Nebenwirkungen aufzub\u00fcrden\u201c, sagt die Frankfurter Landespolitikerin: \u201eDie Verursacher*innen, wie der Braunkohlebergbaubetreiber LEAG und der f\u00fcr die DDR-Tagebaue verantwortliche bundeseigene Bergbausanierer LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH) m\u00fcssen die Kosten \u00fcbernehmen. Daf\u00fcr liegt mit der Gef\u00e4hrdungsabsch\u00e4tzung nun eine Zahlungsgrundlage vor\u201c, sagt Damus. Sulfat wird in Folge des Braunkohlebergbaus ausgeschwemmt und bedroht \u00fcber die Spree das Trinkwasser, insbesondere in Frankfurt (Oder) und Berlin.<\/p>\n<p>Alena Karaschinski, Sprecherin des Frankfurter Kreisverbandes, erg\u00e4nzt: \u201eZurzeit ist Wasser eine global begrenzte Ressource, die wir besonders schonen m\u00fcssen. Daher sind diese Ergebnisse ein Beweis daf\u00fcr, dass wir dringlich ein besseres und l\u00e4nder\u00fcbergreifendes Wassermanagement brauchen. Nur damit werden wir die Folgen des Braunkohlenbergbaus und die Herausforderungen der Klimakrise f\u00fcr die Trinkwasserversorgung bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen, um das Grundwasser f\u00fcr Trinkwassergewinnung sicherzustellen. Das ist im Koalitionsvertrag vorgesehen und ich setzte mich daf\u00fcr ein, dieses Vorhaben voranzutreiben\u201d.<\/p>\n<p>Als \u201egutes Zeichen\u201c bewertet Damus die Ank\u00fcndigung, dass es einen Ma\u00dfnahmenkatalog geben soll. \u201eZu den betrachteten Ma\u00dfnahmen z\u00e4hlen, u.a. die Erschlie\u00dfung weiterer und neuer Grundwasserressourcen, der Zusammenschluss mit einem anderen Versorgungsgebiet und technische Aufbereitungsverfahren\u201c, f\u00fchrt das Wirtschaftsministerium in der Antwort auf die kleine Anfrage aus.<\/p>\n<p>In der Gef\u00e4hrdungsabsch\u00e4tzung wurden auch weitere Szenarien gepr\u00fcft, so etwa die Aussch\u00f6pfung der maximal zul\u00e4ssigen F\u00f6rdermenge an Trinkwasser, wenn es zu weiteren Industrieansiedlungen \u2013 etwa durch Tesla kommt. Zudem muss das Wasserwerk handlungsf\u00e4hig sein, falls Anlagen teilweise ausfallen. \u201eNeben der Bedrohung durch den Klimawandel braucht die Stadt Frankfurt (Oder) die M\u00f6glichkeit der Entwicklung. Daher sehe ich es als unabdingbar an, dass es zu der Ert\u00fcchtigung des Wasserwerkes M\u00fcllrose kommt und damit neue Grundwasserressourcen der Stadt zur Verf\u00fcgung gestellt werden \u2013 auch f\u00fcr m\u00f6gliche Industrieansiedlungen\u201c, sagt Damus. \u201eIch hoffe, alle Beteiligten und die Verursacher*innen sehen auch die Notwendigkeit zu handeln und werden Frankfurt mit den Problemen nicht alleine lassen\u201c, res\u00fcmiert Damus. Wir werden das weitere Vorgehen des LGBV weiterhin eng begleiten und, falls keine wirkungsvollen Ma\u00dfnahmen ergriffen werden, t\u00e4tig werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.parlamentsdokumentation.brandenburg.de\/starweb\/LBB\/ELVIS\/parladoku\/w7\/drs\/ab_2400\/2450.pdf\">&gt;&gt; Antwort der Landesregierung (Drucksache 7\/2450)\u00a0<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Mehrbedarf oder klimawandelbedingter Trockenheit besteht eine signifikante bzw. sogar hohe Gef\u00e4hrdung der Trinkwasserversorgung im Gro\u00dfraum Frankfurt (Oder). Das hat eine Anfrage der Frankfurter Landtagsabgeordneten Sahra Damus (B90\/ Die Gr\u00fcnen) [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[15],"class_list":["post-484","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-pressemitteilungen","tag-sulfatbelastung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/484","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=484"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/484\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":486,"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/484\/revisions\/486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=484"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=484"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sahra-damus.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}