Februar 26, 2020 | im Landtag

Landtag beschließt Dialogprozess für gute Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft

Der von uns in die Koalitionsverhandlungen eingebrachte Dialogprozess für gute Arbeit an Hochschulen wird umgesetzt. Seit Jahren steigt im Wissenschaftssystem der Anteil von Befristungen. Lehrende müssen immer mehr Stunden unterrichten, was zu Lasten der Betreuung von Studierenden und der Forschung geht. Studentische Beschäftigte und Lehrbeauftragte fallen nicht unter Tarifverträge. Noch immer steigen Frauen häufiger aus als auf in der Wissenschaft.

Es ist uns wichtig, die Hochschulleitungen, die Beschäftigten, die Studierenden und die Gewerkschaften an einen Tisch zu bringen, auf Augenhöhe, um Lösungen zu finden, die sowohl Arbeitgeber*innen als auch Arbeitnehmer*innen mittragen können.

Das Prinzip Dauerstellen für Daueraufgaben ist in den Hochschulverträgen vereinbart, aber die Umsetzung stockt. Die Wissenschaft wird heute wieder mehr gebraucht denn je. Sie muss gut aufgestellt sein gegen Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit von Rechtsaußen. Forschung ist wichtig für eine faktenbasierte Auseinandersetzung in unserer Gesellschaft, sei es beim Thema Klimawandel, sei es beim Thema Geschlechtergerechtigkeit. Gute Lehre ist wichtig, um Studierende für Brandenburg zu begeistern und hier zu halten. Und für all das sind faire und verlässliche Arbeitsbedingungen die notwendige Basis.

>> Sahra Damus spricht zum Antrag „Codex für „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ jetzt initiieren“

>> Beschlussempfehlung des Ausschusses (pdf-Datei)

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